Arbeitskreis Militär und Gesellschaft in der frühen Neuzeit

Selbstzeugnisse als Quellen

In den Zeiten der Frühen Neuzeit war es nicht unüblich, dass Soldaten neben den Briefen, die sie per Feldpost an Angehörige schickten, auch ein Tagebuch führten. Dieses diente oftmals auch als Dienstnachweis gegenüber Vorgesetzen und Kriegsherren. Sind die Briefe oftmals von Übertreibungen und Emotionalität gekennzeichnet, so sind es gerade die Tagebücher, die auch in Kombination mit der erhaltenen Briefen, als authentische Quellen gelten können.

Die Edition von Selbstzeugnissen und Tagebüchern kann daher als Kernstück der Forschungen zu Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit gelten. Die Tatsache, dass auch heute noch zahlreiche Briefe und Tagebücher in Familienarchiven schlummern, eröffnen große Perspektiven das Bild von Gesellschaft und Militär in der Frühen Neuzeit zu vervollständigen.